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Filmkunst Hessen im Turmpalast

Spieltermine der neuen Runde

21. August um 20.15 Uhr



Wohne lieber ungewöhnlich


Genre: Komödie, Familie    Länge: ca. 95 Minuten    FSK: ab 0 Jahren

Bastien (Teilo Azaïs) ist erst 13, aber seine Mutter Sophie (Julie Gayet) hat gerade schon zum dritten Mal geheiratet. Ihre Schwester Agnès (Julie Depardieu) steht ihr da kaum nach. Auch Bastiens Vater Philippe (Thierry Neuvic) hat schon mit zwei verschiedenen Frauen Kinder in die Welt gesetzt. Angesichts der weitverzweigten Familie verliert nicht nur Bastiens lebenslustige Oma Aurore (Chantal Ladesou) ein wenig den Überblick: Da sie sich die echten Namen nicht merken kann, ruft sie ihre vielen Enkel nur mit selbsterfundenen Spitznamen.
Als bei Bastiens Mutter die nächste Beziehungskrise ansteht und das Chaos überhand zu nehmen droht, entwickelt der Junge daher einen genialen Plan: Er überredet fünf seiner Halbgeschwister und Cousinen, gemeinsam in die leerstehende Wohnung einer der entfernteren Großmütter einzuziehen, die kürzlich verstorben ist. Nicht mehr die Kinder sollen ständig umziehen müssen, sondern die Erwachsenen müssen nach einem ausgeklügelten Plan abwechselnd Elterndienst in der Kinder-WG schieben…


»"Wohne lieber ungewöhnlich" zeigt Patchwork in Reinkultur.« (AUGSBURGER ALLGEMEINE)

»Kinder an die Macht: charmanter Familienspaß.« (CINEMA.DE)

 

 




28. August um 20.15 Uhr



Wildes Herz


Genre: Dokumentation, Musik    Länge: ca. 94 Minuten    FSK: ab 12 Jahren

Dokumentation über Jan „Monchi“ Gorkow, den Sänger der Punkband Feine Sahne Fischfilet aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Band engagiert sich öffentlich gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie, aber auch gegen Abwanderung, Perspektivlosigkeit und Wendeverliererfrust - Themen, die sich allesamt in der Musik der Band wiederfinden. Gleichzeitig hatte Feine Sahne Fischfilet wegen des Vorwurfs einer anti-staatlichen Haltung auch immer wieder Probleme mit Verfassungsschutz und Polizei und gilt als „Vorpommerns gefährlichste Band“. Regie führt der Schauspieler Charly Hübner, der selbst in Mecklenburg geboren wurde – „Wildes Herz“ ist seine erste Kino-Doku. Hübner zeigt Monchi und die anderen Bandmitglieder Olaf, Christoph, Kai, Köbi und Max als Punks und Lokalpatrioten, aber auch bei großen Festivals und auf Wahlkampftour.
Fazit: "Wildes Herz" ist ein gerade in seiner Sachlichkeit überzeugendes Porträt, bei dem es kaum um die Musik des Protagonisten Monchi Gorkow geht, sondern vor allem um dessen Aktivismus.


»Gelungenes Langfilm-Regiedebüt von Schauspiel-Star Charly Hübner. Der Film begleitet die Band Feine Sahne Fischfilet auf einer Tour durchs politisch rechtsdrehende Mecklenburg-Vorpommern.« (FILMCLICKS.AT)

 

 




04. September um 20.15 Uhr



The Rider


Genre: Drama    Länge: ca. 103 Minuten    FSK: ab 12 Jahren

Brady Blackburn (Brady Jandreau) ist ein überaus talentierter Cowboy und Rodeo-Reiter, doch nach einem schweren Unfall, bei dem er sich am Kopf verletzt, muss er sich damit arrangieren, dass er wohl nie wieder reiten können wird. Nicht nur ist Brady damit von einem Tag auf den anderen arbeitslos. Als direkter Nachkomme der Lakota-Sioux hat er auch eine ganz besondere Verbindung zu Pferden und definiert sich selbst fast ausschließlich über seine Arbeit mit den Reittieren. In seiner Kultur ist ein Mann, der nichts reiten kann, kein echter Mann, zudem gibt es im Pine Ridge Reservat ansonsten nur wenig zu tun. Und so sehnt sich Brady weiterhin nach dem Reiten, obwohl sein Körper sich dagegen sträubt und ihm sein bester Freund Lane (Lane Scott), der seit einem Rodeo-Unfall sogar im Rollstuhl sitzt, als mahnendes Beispiel dient…

»"The Rider" ist eine seltene Perle, ein kleines, sorgfältig beobachtetes Porträt der Linien, die einmal eine Grenze gewesen sind, jetzt aber lediglich vereinsamtes Hinterland, die verwehte Ödnis um Pine Ridge, South Dakota.« (THE HOLLYWOOD REPORTER)

»Selbst, wenn die Härte der Realität zuschlägt, steht „The Rider“ dem wilden, sehsüchtigen Verlangen seines Protagonisten sympathisch gegenüber.« (VARIETY)

 

 




11. September um 20.15 Uhr



In den Gängen


Genre: Drama, Romanze    Länge: ca. 120 Minuten    FSK: ab 12 Jahren

Der schweigsame Christian (Franz Rogowski) tritt eine neue Stelle im Großmarkt an. Bruno (Peter Kurth) aus der Getränkeabteilung nimmt ihn streng, aber wohlmeinend unter seine Fittiche und zeigt ihm, wie die Dinge in dem kleinen Universum funktionieren. Die beiden werden schnell Freunde. Auch die anderen Mitarbeiter behandeln Christian bald wie ein Familienmitglied.
Als er sich in Marion (Sandra Hüller) von den Süßwaren verliebt, drückt der ganze Großmarkt ihrer Liebe ganz fest die Daumen. Einziges Problem: Marion ist bereits verheiratet. Obwohl es heißt, sie sei in ihrer Ehe nicht glücklich, respektiert der schüchterne Christian ihr Gelübde und hält seine Hormone so gut es geht im Zaum. Die beiden kommen sich dennoch näher und bald ist klar, dass auch Marion Gefühle für ihren Kollegen hegt...


»Lebensgefühl eines Supermarkts: Thomas Stuber verfilmt zum dritten Mal eine Vorlage von Clemens Meyer – eine Hommage an die kleinen Momente des Glücks, der Hoffnung, der Energie.
In einem schlafwandlerischen Balanceakt zwischen Wahrhaftigkeit des Lebens und Magie des Kinos fängt der Film den Arbeitsalltag und die Lebensdramen der Angestellten in einem Großmarkt in der ostdeutschen Provinz ein.« (EPD-FILM)


 

 




18. September um 20.15 Uhr



Die brillante Mademoiselle Neïla


Genre: Komödie, Drama    Länge: ca. 97 Minuten    FSK: k.A.

Neïla Salah (Camélia Jordana) wollte schon immer Anwältin werden und ist deshalb überglücklich, es auf die renommierte Pariser Assas Law School geschafft zu haben. Doch ausgerechnet an ihrem ersten Tag geht alles schief, was schiefgehen kann: Neïla kommt zu spät zu einer Vorlesung von Professor Pierre Mazard (Daniel Auteuil), der sie deswegen vor versammeltem Hörsaal zur Schnecke macht. Neïla ist bedient, doch auch für den Professor bleibt der verbale Ausfall nicht ohne Folgen: Die Universitätsleitung droht, ihn rauszuschmeißen, wenn er Neïla nicht dabei hilft, einen prestigeträchtigen Rhetorikwettbewerb zu gewinnen. So sind der Professor und die Studentin gezwungen, zusammenzuarbeiten, wovon beide zunächst überhaupt nicht begeistert sind. Doch dann entdecken sie nach und nach, dass sie eine Menge voneinander lernen können…
Fazit: Yvan Attal liefert mit "Die brillante Mademoiselle Neïla" sympathisches Schauspielerkino und ein versöhnliches Plädoyer für Toleranz und Meinungsfreiheit ab.


»Die französische Tragikomödie „Die brillante Mademoiselle Neïla“ ist lange Zeit eine charmante Geschichte über die Annäherung zweier grundverschiedener Persönlichkeiten, garniert mit jeder Menge Hintergrundwissen über die Funktionalität von Rhetorik.« (WESSELS FILMKRITIK)

 

 




25. September um 20.15 Uhr



Der Buchladen der Florence Green


Genre: Drama    Länge: ca. 113 Minuten    FSK: ab o Jahren

Florence Green (Emily Mortimer) hat früh ihren Mann verloren. Sie investiert ihr gesamtes Vermögen in die Verwirklichung ihres Traums von einem eigenen Buchladen - ausgerechnet im verträumten englischen Hardborough, Ende der 50er Jahre, wo die Arbeiter dem Bücherlesen skeptisch gegenüberstehen und die Aristokratie energisch vorgibt, was Hochkultur ist und was nicht. Doch trotz aller Widerstände hat sie Erfolg und rasch finden auch progressive, polarisierende Werke wie Nabokovs Lolita bei den Dorfbewohnern Anklang. Vor allem der seit langem zurückgezogen lebende Mr. Brundish (Bill Nighy) findet Gefallen am neuen Buchladen und dessen Besitzerin. Doch Florence Greens sanfte Kulturrevolution bleibt nicht unbemerkt: Die alteingesessene graue Eminenz Violet Gamart (Patricia Clarkson) befürchtet einen Kontrollverlust in ihrem Heimatdorf und steht den radikalen Veränderungen mit Argwohn gegenüber. Mit aller Macht versucht sie, Florence Steine in den Weg zu legen und die beiden Frauen beginnen eine Auseinandersetzung über Moderne und Konvention.

»Eine humorvoll-melancholische und brillant inszenierte Parabel über den Zauber von Büchern sowie über das Schweben und Scheitern von Träumen. Regisseurin Isabel Coixet zeigt, dass man auch aus kleinen Geschichten großes Kino machen kann.« (FILMCLICKS.AT)